Ein Weststeirer, der im Grazer Stadtdschungel Heimweh verspürt, begibt sich auf der Stelle – schon aufgrund von angeborener Überlebensstrategie – in die Babenbergerstraße zum  Ghegagasseneck. Gleich vor dem Bahnhof, eine Straße unter dem Bahnhofgürtel naht die Rettung. Findet sich doch hier Anna Zimmermanns Gastwirtschaft, in einem dreistöckigen Biedermeierhaus mit der Nummer 39, dessen Parterrebereich auffallend grün gestrichen ist. Im letzten Krieg zerbombt und im Jahre 1965  aus Mitteln des Bundesministeriums für Handel und Wiederaufbau wiederhergestellt, hat das Eckgebäude etwas von seiner Élégance eingebüßt.

Die liebevoll dekorierten Auslagen in den Kastenfenstern machen dieses kleine Manko aber mehr als wett: zu Arrangements aus getrockneten Disteln und Hortensienblüten gesellen sich kleine rote Pölster mit weißem Herzaufdruck, Messingvasen, Steingut, handgeschnitze Herrenpilze aus Birkenholz sowie eine ausgetrunkene Schilcherflasche mit der Aufschrift „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann“. Vor dem Eingang lehnt eine Schiefertafel mit dem aktuellen Programm in Kreide aufgeschrieben. Auf dem alten Thonetstuhl daneben sind ein Blumenarrangement sowie Aschenbecher auf einem handgestickten Deckerl drapiert.

Anna Maria Zimmermann ist Wirtin in bereits dritter Generation. Geboren am 23. Februar 1945 in Bernau bei Stallhofen, wollte sie eigentlich Lehrerin werden, wurde aber vom Vater schon  mit 17 Jahren aus der Grazer Entenschule nach Söding in den heimatlichen Betrieb zurückbeordert. Im elter- lichen „Gasthof zur Post“, damals allseits bekannt und berühmt unter dem Namen „Florlwirt“, erlernte sie den Servierberuf. Ihr Großvater Florian Zimmer- mann I. hatte den Betrieb in den 20er-Jahren von der Familie Zorn erworben.
Nach der Ausbildung folgten ein Aufenthalt als Au-pair-Mädchen in Paris und viele Anstellungen, an die sich Anna Maria Zimmermann heute noch gerne erinnert. Den Anfang machte der Tannbergerhof in Lech am Arlberg, mitten im Ortskern gelegen und trotzdem umgeben von einer atemberaubenden Gebirgskulisse. Den Bergen blieb sie auch später treu: es folgten einige Monate im Hotel Ritzlerhof im Kleinwalsertal, bevor sie ins Café Tirol nach Mayrhofen wechselte. Den Schlusspunkt ihrer Wanderschaft setzte sie als allseits beliebte Gastronomin im Kupferspieß in Kempten im Allgäu. Ihren späteren Mann Klaus lernte sie übrigen bei der Arbeit im Kleinen Walsertal kennen. Nach der Heirat führte sie mit ihm zusammen ein Jahr lang den Spatenhof in Lieboch, bevor in Graz der Babenbergerhof eröffnet wurde – Als späte Nachfolge des bis in die 50er-Jahre existierenden und überaus beliebten Eisenbahnerwirtshauses „Zur Lokomotive“.
Seit 1977 führt nun Anna Zimmermann dieses Lokal, an dem der Zeitgeist spurlos vorübergegangen ist, und komponierte es im Laufe der Jahrzehnte zu einem Gesamtkunstwerk. Mithilfe „der liabsten Gäste von Graz“, wie sie mir mit dem mädchenhaften Augenaufschlag einer kleinen Erstklasslerin versichert.
Nach 17 unglücklichen Ehejahren 1990 „glücklich geschieden“, musste sie aber zuerst „den Haufen Schulden“ zurückzahlen, der nach der Trennung anfiel, stand jeden Tag in der Gaststube und zog nebenbei auch zwei Töchter groß. Dennoch regierte Anna Maria Zimmermann, von allen  Anni-Wirtin genannt, jahraus-jahrein dieses außergewöhnliche Refugium der Künste, das auch unter dem Namen „Gasthof zur Klöpferwirtin“ bekannt ist, mit hinreißendem Charme, der die Eintretenden  sonnig-sanft und zugleich kraftvoll-bodenständig mit der Intensität einer zärtlichen „Willkommenswatschen“ empfängt. Begleitet von der positiven Wirkung des kulinarisch-Flüssigen – „für mich war der Schilcher immer der beste Freund“ –, moralisch von guten Freunden unterstützt – darunter Trontja Sparowitz aus Söding – und beseelt mit unglaublicher Großzügigkeit, Herzensbildung und dem Talent zum Entertainment, meisterte die Anni-Wirtin stets alle Höhen und Tiefen ihres Lebens.  Einen guten Teil von Hans Klöpfers Texten kennt sie auswendig – ist doch der Arzt und Schriftsteller, der vor allem durch seine weststeirische Mundartdichtung Popularität erlangte, ihr Lieblingsautor. Und wenn die Anni-Wirtin Klöpfer rezitiert (unübertrefflich: „Der gfangene Ruß“ oder „Bol’i ‘n Stodl deckt han“) und danach auch noch eigene Texte zum Besten gibt, eröffnet sich den Gästen ein urig-steirisches Theater, das nur mehr in dieser Zufluchtsstätte treuer Stammgäste, Musik- und Volkstums- enthusiasten und kreativer Stadt-Landstreuner jahrzehntelang überleben konnte. An ganz besonderen Abenden nimmt sie selbst ihre „Quetschn“ – eine steirische Harmonika – zur Hand und verführt ihre Gäste zum ekstatischen Polkatanz. Der Grazer Journalistin Alexandra Neumayer vertraute sie vor vielen Jahren an: „Aber i spiel’ erst so um drei oder vier in der Früh, wenn die Leut’ schon was trunken haben.“

Bei steirischer Brettljause, lauwarmen Schnitten von frischgekochtem Geselchten mit Kren und dickbestrichenen Verhackertbroten (inklusive Riesenknobl) sitzen hier Studenten und Pensionisten, hippe Jugendliche und junggebliebene emeritierte Hochschulprofessoren, Musiker, bildende Künstler und alle Arten und Altersgruppen von Liebhabern der steirischen Musik beieinander. Die Auswahl von Sturm, Schilcher, weststeirischem Weißburgunder und Welschriesling vom Pichler- Schober, Gösser und naturtrübem Flamberger Bier (vorher, dazwischen und danach dürfen ein paar Stamperl vom selbst angesetzten Lärcherl nicht fehlen) begünstigt das gemeinsame Diskutierten, Singen und Jodeln ungemein. Die Pflicht, sein mitgebrachtes Instrument auszupacken und zu spielen, hat hier jeder Gast. Kommt man ohne tonerzeugende Gerätschaft, gibt es immer die Möglichkeit, sich mit einem gekonnten Anschlag ans Klavier in der Gaststube zu setzen, zwei Gitarren, zwei Akkordeons, eine Zugposaune und die vergessene Trompete von der Wand zu nehmen oder den Kontrabass namens Annabella aus dem Seitengang hereinzutragen.

Nicht nur deswegen erhielt Anna Maria Zimmermann 1984 eine Auszeichnung vom Steirischen Volksliedwerk für ihre „musikantenfreundliche Gaststätte“.  Neben Solokonzerten, Theateraufführungen, Kabarettabenden und Buchvorstellungen machen die vielen regel- mäßigen Veranstaltungen und Treffen dieses Lokal zu einer Institution. Montags findet traditionellerweise der Sänger- und Musikantenstammtisch statt. Jeden ersten Dienstag im Monat hat sich die Anni-Wirtin schon auf einen Besucheransturm zum Evergreen-Abend (Titel: „Musik, die gefällt“) vorbereitet – zweifellos, einer der Highlights im Babenbergerhof. Nicht zu Unrecht reisen zu jeder Veranstaltung viele Fans auch aus Kärnten und dem Burgenland an. Mit teilweise leicht wechselnder Formation führen legendäre Grazer Musikgrößen vor, wie Jazz und Blues funktionieren. Da taucht zum Beispiel Dr. Hellfried Rosegger (Urenkel des steirischen Dichters Peter Rosegger) auf, der bis zu seiner Pensionierung als Kinderarzt an der MedUni Graz tätig war, unter anderem auch an der Al-Shams-Universität in Kairo lehrte, und packt Saxophon und Klarinette aus. Er ist nicht nur ein begnadenter Spieler von Blasinstrumenten. Zwischendurch stürzt er sich auch aufs Klavier und massiert mit der linken Hand die Boogie-Riffs in einem derart punktierten Rhythmus in die Tasten, dass das Instrument zusammenzubrechen droht. (Mit der Rechten watscht er gleichzeitig voll Freude  herrliche Triller und Tremoli auf die Klaviatur.) In diesen Augenblicken der Jazzeuphorie kann sich meistens  der unter den Gästen sitzende, legendäre Uniprofessor, Sportwissenschafter, Trompeter und Sänger Paul Eiböck, Konditionsspezialist und Lehrer von unzähligen Sportstars  (z. B. Hannes Arch, Ralph Hasenhüttl, Sepp Zeilbauer), nicht mehr zurückhalten, prescht zu den Musikanten vor und gibt mit getragener Stimme einige seiner Lieblingslieder zum Besten: My Way, Ol‘ Man River und viele andere Songs wie Nightingale von Charles Strouse und Gershwins Summmertime.  Unterstützt von der Truppe im Hintergrund: Wolfgang Silli (Klavier), Hellfried Rosegger (Tenorsaxophon), Wilfried Kölbl (Kontrabass), Gerhard Hütter (Schlagzeug), Hansjörg Wippl (Gitarre), Walter Rath (Posaune), Heinz Rauscher (Klarinette), Christian Schranz (Altsaxophon) und Werner Heid (Akkordeon). Seit Jahren leitet Prof. Eiböck seine Gesangseinlagen übrigens immer wieder mit dem charmanten Hinweis ein, dass dies sein letzter öffentlicher Auftritt wird.
Es geht hoch her, in dieser Musiksauna für Fortgeschrittene. Aufgrund des Besucherandrangs steht oder sitzt man so aneinandergepresst, dass es oft schwierig wird, sein Glas an den Mund zu führen. Bestellungen werden von Gast zu Gast über den Kopf weitergereicht. Manchmal kann es auch passieren, dass in diesen wunderbaren Nächten mehr Musiker als Gäste anwesend sind. Manchmal auch nur Musiker und keine Gäste. Getrunken wird Gott se Dank aber immer die gleiche Menge!
Diese unnachahmliche Stimmung kontrapunktiert die Anni-Wirtin mit ihren herrlich lauten und berühmten Begeisterungslachsalven, die wie eine Melange aus himmlischem  Engelschorgesang und furiosem Lustschrei der Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor durch den Gastraum schmettern. Dadurch fühlt sich wiederum die „Stammbelegschaft“ der „Ersten – Dienstag – im -Monat-Jazztruppe“, seit über 32 Jahren unter der Oberhoheit von Wolfgang Silli am Klavier, angespornt, ohne Zeitlimit weiterzuspielen, unzählige Publikumswünsche zu erfüllen. Oder sie zu ignorieren, um unter der Ansage „Habt’s ihr schon einmal g’hört: …“ ganz andere  Kompositionen anzustimmen. Oft unter dem dislozierten Dirigat des Bassisten und Banjospielers DI Klaus Rieger (Schrödinger Jazzband).

Mittwochs steht das wöchentliche Jazz-Treffen auf dem Plan und der erste Freitag des Monats gehört seit 17 Jahren traditionell dem Jodelstammtisch. Über Highlights der letzten Jahre  schreiben zu wollen, ist fast sinnlos. Es sind zu viele hochkarätige und immer intime, herzerfrischende Veranstaltungen, die bei der Anni-Wirtin ihre Bühne gefunden haben. Den Auftakt zur vorjährigen Konzertreihe „Live im Babenbergerhof“ gestaltete Michael Krusche unter dem Titel „Lieder, Geschichten, Gedanken“. Gerd Schulers Söhne spielten immer wieder auf, die Hertl-Kinder, die „Erdberger“, die „Steirischen Tanzgeiger“, „Aniada a Noar“ (Wolfgang Moitz, Rupert Pfundner und Andreas Safer), der unvergessene  Musiker und Schuhmachermeister „Zwanzger Ferdl“, „Das junge Ensemble“, Franz K., Ewald Oberleitner („Herz- muskel  der Jazzszene“, wie ihn Matthias Wagner 2007 in der Grazer Kleinen Zeitung bezeichnete), André Jeanquartier (vor seiner Jazzkarriere Skispringer in der Schweiz), die „Double Dutch Brass Band“, der finnische Pianist Tuomo   Uusitalo, Karlheinz Donauer, der großartige Schweizer Jazz-Arrangeur und Komponist Mike Goetz (auch Pianist von Hasi Osterwald), die in Eriwan geborene  Anush Apoyan, laut eigenem Statement „Herumreisende in Sachen Jazz“ und in London aufgewachsen, Rebecca Anouche Llewellyn, Singer-Songwriterin mit armenisch-deutschen Wurzeln, Posaunist Walter Rath, Birgit Silly und deren Tochter Helene Maigl, Ernst Schmidt, Predo Perić, Peter Ulbrich mit seinem Tenorsax, Peter Scholz, Neuzugang Eduard Blaschke (Querflötist ), um nur einige zu nennen. Unvergesslich sind auch die Silvester- und Faschingsdienstagsfeste mit    Markus Schirmer sowie Vorweihnachtskonzerte der legendären Gruppe „The Neighbours“.In der heurigen Krampusnacht am Montag, dem 5. Dezember tritt im Babenbergerhof eine ganze Big Band auf, deren Mitglieder sich in den vergangenen Jahrzehnten in der Welt verstreuten. Unter dem Arrangement des Mürzzuschlager Anwalts Dr. Johannes  Sammer werden sie sich bei der AnniWirtin ein Wiedersehen geben und kräftig aufspielen.

Die Wände des Lokals sind mit Bildern und Erinnerungsstücken behängt. Mit Werken bildender Künstler und Photographen, die hier praktischerweise ihren Zweitwohnsitz eröffnet haben oder der sinnlich-barocken Anni allerlei Huldigungen und Dankbarkeitsbezeugungen entgegenbrachten.  Dazwischen gerahmte Dokumente, Urkunden, ein Taschentuch des „Bauerndoktors“ Johann Reinbacher vulgo „Höllerhansl“ aus den 20er-Jahren und handgeflochtene Körbe aus der Weststeiermark.

Zeitungsausschnitte über Musiker und Autoren, die im Babenbergerhof gegessen, getrunken, gespielt und gelesen haben. Auf Papier gebrachte literarische Ergüsse von treuen Gästen. Beispielhaft  ein tiefgründiges lyrisches Werk aus dem Jahre 2007, dass vor dem Eingang der Herrentoilette hängt und mit der letzten Strophe dramatisch endet: „Anni Dein und Anni Mein / ohne Dich schmeckert er net / der Schilcherwein“.  Daneben das alte Plakat „DraculAnni“, wo die Herrin des Hauses „zur wilden Nacht der blassen Sauger“ einlud und Gruftnockerln zum Stärken sowie den Cocktail „Cherry Cathcomb“ zum Hinunterspülen derselben, kreierte. Im folgenden Raum Fotoserien der Töchter Sabine (mittlerweile fertige Medizinerin) und Claudia (in der Flüchtlingsarbeit tätig). Eine sehr aussagekräftige Mischtechnik des in Pula geborenen Voitsberger Malers und Grafikers Friedrich Aduatz. Bilder von Persönlichkeiten, denen Kultur und Lokalpolitik ein Herzensauftrag war. Wie zum Beispiel dem unvergessenen, in Köflach in der Weststeiermark geborenen Hanns Koren, Volkskundler, Soziologen und Politiker, der die Anni-Wirtin vor vielen Jahrzehnten erstmals ermutigte, sich mit Hans Klöpfer auseineinanderzusetzen und oft im Babenbergerhof zu Gast war.
Für Ihre mannigfaltigen Verdienste wurde Anna Maria Zimmermann 2005 von Waltraud Klasnic mit dem goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark ausgezeichnet. Die im Gastzimmer drapierte steirische Fahne verlieh ihr Landeshauptmann Josef Krainer jun. zum 50. Geburtstag.

Anna Maria Zimmermann wird in ihrer erotisch-bodenständigen Molligkeit von allen Besuchern geliebt. Und Anna Zimmermann liebt wiederum die Menschen. Deswegen besitzt sie auch die Fähigkeit, so viele verschiedene Gästecharaktere friedlich um sich zu scharen. Menschen, die allesamt ihre Freunde geworden sind. Und so treibt das Leben auch immer wieder unerhört grausame Spielchen mit der Großherzigen. Ein aktuelles Beispiel: der Wohnungsnachbar hat aus unerfindlichen Gründen plötzlich keinen Fernseher. Die Anni-Wirtin stellt auf der Stelle ihren neugekauften zur Verfügung. Am nächsten Tag ist der Nachbar delogiert und das Gerät verschwunden.

Verhackertbrote für Studenten sind gratis. Eintritt zu den Konzerten wird grundsätzlich nicht verlangt. Wenn es zu spät wird und die „trunkenen Kinder“ nicht nach Hause gehen wollen, legt sich die Anni-Wirtin auf ihr Bett im Eck des Klöpferstüberls, um auszuruhen, gleich gegenüber dem gemütlichen Kachelofen. Dass sich die Gäste dann selbst versorgen müssen, hat der Gemütlichkeit niemals Abbruch getan. Weil sie ein so großes Herz hat und mir glaubhaft versichert, dass es mit ihrer Lunge nicht zum Besten steht, verzeihe ich ihr auch das unlängst erlassene Rauchverbot im Gastzimmer. Es ist mit den dunkel getäfelten Wänden genauso gemütlich wie vorher. Dass man früher beim Eintreten die Musik nur hören konnte und Musiker sowie Gäste im Dunst des Nikotins, der kegelförmig unter den tief hängenden Lampen wie Skulpturen aus Watte schwebte, verborgen waren, hatte aber auch seinen besonderen Reiz, dem ich heute noch nachweine.

Ein besonders stimmiges Lokal zum Leben, mit einem außerordentlich schönen Ambiente, um – wenn der Wunsch danach groß ist – auch zu sterben. Eine steirische Spelunke mit internationalem Flair. Das Konglomerat von Buschenschank und traditioneller Hafenkneipe für aufrechte, hartgesottene Verhackerts- und Selchwürstelfetischisten, die größere Mengen von Schilcher und Bier prinzipiell nicht ohne Musik hinunterzuspülen bereit sind. Ein Ort, um über Ver- gangenes und Zukünftiges zu träumen. Krabbelstube, Kindergarten und Seniorenheim für Zeitlose. Ein gastronomischer Zaubergarten, in dem jeder, jeglichen Alters, jung ist (oder sein darf).   Eine  stets aufs Neue aufblühende Kreativitätsoase, die viele andere in Freundschaft verbundene Gastronomielegenden überlebte. Beispielweise das Café Alpha in der Moserhofgasse, Willi Newfarmers Mostbar, Münzl, Tante Tee, Lückl, Kodolitsch und Schallers Heinrichshof.

Das Jahr 2017 wird herrlich spannend und auch eine willkommene Herausforderung für die unzähligen inneren Organe des Stammpublikums: 365 Tage lang kann „40 Jahre Anni-Wirtin“ gefeiert werden. Huldigungen in Form von musikalischen und literarischen Darbietungen sowie starke pekuniäre Zuwendungen, die sich als finanzielle Begleichung erfolgreich absolvierter Saufgelage zu Erkennen geben, sind nicht nur erlaubt, sondern sogar äußerst willkommen!

Photographie & Text: Robert W. Sackl-Kahr Sagostin
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